Der Lebensweg.
Das Leben ist ein Prozess, wir gehen weiter ...
Ein Tor, ein Portal kann als Symbol dienen für eine Ankunft. Ebenso kann ein Tor als Symbol dienen für eine Abreise, für einen Abschied. Deshalb habe ich für mein Projekt zwei Tore realisiert, eines für unsere Geburt, für das Zur-Welt-Kommen, das zweite Tor symbolisiert den Abschied, wir verlassen das Zuhause und gehen durch das Tor zur weiten Welt, oder wir verlassen das Leben, wir sterben.
Zwischen den beiden Toren liegt eine grosse Wegstrecke, diese Strecke symbolisiert das Sein.
Entlang dieses Weges (des Lebensweges) habe ich Wegmarken gesetzt in Form von einen Meter langen Holzbalken.
Die Inschriften der Wegmarken sollen eine Anregung sein. Das Tor durchschreiten, innehalten und sich anhand der Wegmarken erinnern. Die Anzahl der Wegmarken ist ein ganzes Dutzend, das heisst eine volle Masseinheit in Anlehnung an ein ganzes Leben, ein volles Leben, an die Fülle des Lebens.
Jedes Tor stellt zwei stilisierte Menschen dar, sie reichen sich die Hand oder den Arm, der eine Menschen kommt, der andere geht.
Die Installation ist aus neuem, rohen Fichtenholz angefertigt. Anhand der einsetzenden Verwitterung des Holzes soll auf unsere Vergänglichkeit hingewiesen werden.
Werden, Sein, Vergehen.
Michael Siegrist
